Bundeskanzlerin Merkel präsentiert AcademiaNet

Das Internetportal für herausragende Wissenschaftlerinnen

2.11.2010 | Für die Suche nach herausragenden Wissenschaftlerinnen gibt es ab heute eine Plattform, die es ermöglicht, exzellente Wissenschaftlerinnen leicht zu finden und mit ihnen in Verbindung zu treten: das Internetportal AcademiaNet. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel schaltete das Portal heute in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften für die Öffentlichkeit frei.
"In Deutschland gibt es viele herausragende Wissenschaftlerinnen in allen Fachrichtungen. Sie bei ihrer weiteren Karriere zu unterstützen, ist ein wichtiges Anliegen", so Bundeskanzlerin Merkel. "AcademiaNet bietet den Wissenschaftlerinnen die große Chance, ihre Kompetenzen noch besser und sichtbarer als bisher in den Wissenschaftsbetrieb einzubringen."
Dr. Angela Merkel
Bild vergrößern
(© Richard Zinken)


Dr. Angela Merkel | Die Bundeskanzlerin präsentiert in Berlin das Internetportal "AcademiaNet"


Forschungseinrichtungen wünschen sich mehr Frauen in ihren Führungspositionen, doch fehlten bisher geeignete Instrumente, um diesen Prozess zu beschleunigen. Das von der Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit der Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft entwickelte Portal AcademiaNet startet heute mit 500 Profilen herausragender Wissenschaftlerinnen aller Disziplinen mit Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Das Portal vereinfacht den Zugang zu diesen und erleichtert den Forscherinnen den Weg zu wissenschaftlichen Führungspositionen, Gremien und Kommissionen. AcademiaNet bietet ab heute eine Lösung für beide Seiten. Das Projekt wird von den großen deutschen Forschungsorganisationen und forschungsnahen Industrieverbänden begleitet. Diese Partnerorganisationen nominieren anhand definierter Kriterien geeignete Forscherinnen für das Internetportal. Auf diese Weise wird die hohe Qualifikation der Forscherinnen des Portals gewährleistet.

Frauen sind in wissenschaftlichen Führungspositionen stark unterrepräsentiert: Nur rund zwölf Prozent der höchstdotierten (C4-/W3-)Professuren sind weiblich besetzt; bei Führungspositionen in der außeruniversitären Forschung sind es lediglich neun Prozent. Ähnliche Zahlen gelten für wichtige Gremien und Kommissionen, die über Preise, Berufungen und Fördergelder entscheiden. Die geringe Zahl weiblicher Führungskräfte bedeutet ein brachliegendes Potential für Wissenschaft und Forschung. Das Internetportal AcademiaNet bietet Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit, sich im Umfeld hochqualifizierter Kolleginnen auf einer professionellen Plattform zu präsentieren.

Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung: "Uns ist wichtig, dass Berufungsgremien, Preisjurys und nicht zuletzt die Medien die große Gruppe hervorragender Wissenschaftlerinnen in Zukunft noch stärker beachten. AcademiaNet bietet allen Interessierten einen einfachen Zugang. Den Wissenschaftlerinnen eröffnen wir damit weitere Karrierechancen."

Entscheidungsträger aus Wissenschaft und Industrie sollen mit der Datenbank einen schnellen Zugang zu Profilen exzellenter Wissenschaftlerinnen bekommen. Nicht nur für die Besetzung wissenschaftlicher Gremien oder Führungspositionen, sondern auch, wenn es darum geht, über Forschung zu berichten, Konferenzprogramme zu gestalten oder Experten bei Entscheidungen zu finden.

Mit Unterstützung zahlreicher Partner, die ihre Spitzenvertreter in einen Lenkungsausschuss entsandt haben, werden Kandidatinnen aufgrund gemeinsamer Kriterien für das Internetportal benannt. Folgende Organisationen sind derzeit Partner des Projekts und benennen die Kandidatinnen für AcademiaNet: Acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Alexander von Humboldt-Stiftung, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), European Molecular Biology Organisation (EMBO), Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Leibniz-Gemeinschaft, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften(MPG), Verband der Chemischen Industrie (VCI), Verein Deutscher Ingenieure (VDI), Wissenschaftsrat.
  (© Robert Bosch Stiftung)

Additional articles on this topic

Testimonials

  1. Read what our members say about AcademiaNet.

Follow us

News

  1. Regina Palkovits on equality in science: “It’s about giving young people a chance”

    AcademiaNet was created as a way to address the gender imbalance among senior academics. Looking back over the past decade, what’s changed? We spoke to Prof. Regina Palkovits, one of our first members, to find out.

  2. Pascale Ehrenfreund awarded the 2022 COSPAR Harrie Massey Award

    The Austrian astrophysicist was honoured for her "outstanding contributions" to space research.

  3. ‘It becomes too easy to look at women as a deviation’

    Prof Elin Bjarnegård from Uppsala University in Sweden researches gender in politics – for example, she wants to understand the role of masculinities in war and peace, and what happens when political violence is directed at women. We connected with her for a chat about her recent projects on sexual corruption and gendered election violence.

  4. Marietta Auer elected as new Vice President of the DFG

    She joins four other AcademiaNet members on DFG’s Executive Committee, incl. DFG President Katja Becker

  5. Six AcademiaNet members have become EMBO members

    Chosen for their ‘outstanding achievements’, the researchers will join a select community of leading life scientists

 
Academia Net